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Donnerstag, 8. August 2013
26°C, haben sie gesagt. Bewölkt, haben sie gesagt...
Gute Bedingungen, um den 25 kg- Eisenhaufen von 1934 mal wieder auszuführen.
Außerdem musste der Schlechtstraßenwettersattel eingesessen werden.

(c) eric prieditis

Der aufmerksame Beobachter hat es bereits gemerkt und bestimmt auch gestutzt.
Das Rad sieht anders aus, als wie sonst.
Genau, Gepäckträger ab, Karbidleuchte ab. Seit dem 1. August braucht man nämlich gar keine Fahrradbeleuchtung mehr. So hab ich das zumindest verstanden.
Und dann wäre da noch dieses Monster von Sattel, mit 7 (!) Federelementen. Gewicht: 2,2 kg.
Es soll Fahrradrahmen geben, die weniger wiegen.
Der Sattel hat auch einen Namen. Das ist natürlich und eigentlich völlig albern. Oder haben Sie, geneigter Leser, vielleicht Ihrem Auto einen Namen gegeben? Na also...
Aber, in diesem Fall ging das gar nicht anders. Das Ding heißt schlichtweg nur:
„Der Krefelder“ (fahren Sie mal dort Fahrrad, dann wissen Sie bescheid).

Auf die Knickerbocker hatte ich ebenso verzichtet, weil die Kniestrümpfe... das wäre dann doch ein klein wenig zu warm geworden.
Immerhin: Saffetie first! Und die Radfahrermütze aufgesetzt.

(c) eric prieditis
Und dann also frisch auf, vom ehemaligen Schreibtisch des Ruhrgebietes - denn im Ruhrgebiet, da bekam man Lohn, hier aber das Gehalt.
(Das da hinten, das ist das Drei-Scheiben-Haus. Und tatsächlich, wie das mit ollen Industriebrachen so ist, sind noch genau drei Scheiben heile...)
Also, von dort aus velozipedierte ich

(c) eric prieditis
in den Dschungel der westlichen Provinz!

Über wulstreifentaugliche Wege, die es aus romantischen Gründen sogar noch hier im Schwellenzentrum gibt.
Genau für solche Wege hat man ja die Wulstreifen erfunden! Da kommt nämlich nur ein ganz leichter Hauch von Luft hinein. Also, wenn man mich fragt, braucht es da gar keine komplizierte Ventiltechnik. So ein Plastikschnubbel, wie bei der Luftmatratze oder den Schwimmflügeln, hätte es auch getan.
So richtige Wulstreifenstraßen, mit Sommer- und Winterfahrbahn, die gibt es noch in Polen. Oder in Nordfrankreich. Und in Belgien, in Belgien natürlich auch. Dort sogar flächendeckend. An der Grenze zu Nordfrankreich. Und in Krefeld.

(c) eric prieditis
Hier ein erster Hinweis auf mein Ziel.

Im westlichen Teil des Mittelzentrums, da wird es mitunter etwas trist, was die Bebauung betrifft. Da fährt man so durch und denkt an andere, schönere Dinge. Und schwuppdiwupp – ist man in einer ganz anderen Stadt! Das merkt man aber eigentlich gar nicht, weil es dort genauso trist ist.
Hier mal eine Ausnahme, eine Burgerkette hatte ein sehr schönes Plakat gestaltet,

(c) eric prieditis
zur Verschönerung

Weil der Rest so trostlos ist, hab ich mal kein Foto gemacht. Ich hätte sonst geweint.

(c) eric prieditis
Dann aber wurde es schön!

Schön gerade.
Das war bestimmt mal eine Eisenbahnlinie gewesen, dachte ich so bei mir aber dann war klar, es muss der olle Nordkanal gewesen sein.
Den hat der Napoleon damals mal gebaut, in seiner Freizeit. Dann musste er aber aufhören, weil er geschäftlich in Russland zu tun hatte.
Dort liefen die Geschäfte aber nicht so gut. Und dann war kein Geld mehr für sein Hobby, den Nordkanal übrig und die Niederrheiner wollten auch gar keine Franzosen mehr sein. Lieber wären sie Holländer geworden.
Um daran zu erinnern, hat das internationale Metropolregion-Marketing an vielen Stellen so hübsche Stelen errichtet, die den Verlauf der napoleonischen Spatentechnik zeigen.

Hier hab ich mal so eine Stele fotografiert:
(c) eric prieditis

Ach, Halt!
(c) eric prieditis
So, sehen die aus.

Experimentelle Archäologen haben dann noch so ein Stück Nordkanal rekonstruiert:

(c) eric prieditis
Nordkanal

Beim Nordkanal gucken muss man aber höllisch aufpassen und nicht lange verweilen, denn wenn man bremst, dann kommen rucki-zucki die Bremsen und schneiden, wie eine Schere, eine klaffende Fleichwunde in den Menschen und der stirbt dann unweigerlich an Milzbrand. „Die“ übrigens auch. Nicht die Bremse, sondern „die“ MenschIn. Ich erwähne das nur, um nicht als „alter weißer Mann“ zu gelten.

Weil ich zu alt bin, um jung zu sterben, hab ich mich aber mal so ganz flott auf die Socken gemacht und bin zum nächsten Posten der Zivilisation geradelt.
Das dort der demographische Wandel bereits in voller Blüte steht, sieht man an den

(c) eric prieditis
fast verwaisten Fahrradständern. Konzipiert für Millionen, finanziert von der EU, oder zumindest der örtlichen Spar- und Darlehenskasse, rezipiert von .. naja, Sie sehen ja selbst.
Vielleicht aber auch die Hoffnung auf bessere Zeiten, wer weiß das schon.

Ich weiß ja nicht, wie gut Sie sich am Niederrhein so auskennen. Die Gegend hier, zwischen den einzelnen Siedlungen, ist nämlich bemerkenswert, weil sie nicht einmalig ist! Ganz im Gegenteil: Sieht alles gleich aus.

Gucken Sie mal:

(c) eric prieditis
zwischen Krefeld und Viersen

(c) eric prieditis
Zwischen Mönchengladbach und Kempen

(c) eric prieditis
Zwischen Willich und Vorst

Sieht überall gleich aus!
Wenn Sie da mal einfach so aufs geratewohl per pedes, also, zu Fuß, los marschieren, dann laufen Sie auf jeden Fall im Kreis, weil ja die Orientierung fehlt.
Das hat mit der Evolution zu tun.
Wenn man nämlich damals, als die Menschen noch Jäger und Sammler waren, plötzlich und unerwartet, vor einem wilden Tiger davonrennen musste, weil kein ADHS-Kind in der Gruppe war, das des Tigers Witterung aufnehmen hätte können, dann, ja dann war das von der Natur so eingerichtet, daß man auf jeden Fall, irgendwann, zur heimatlichen Doppelhaushälfte zurückkehren würde. Das das so stimmt, kann man sich ganz leicht an seinen eigenen sechs Fingern abzählen.
Und da schließt sich dann auch der Kreis. Äh...so oder so.
Ich kenne mich aber ganz gut aus und habe mich nur ein klitzekleines bisschen verfranst..

Und Rubeldikatz, da war ich dann auch schon am Zielort!

(c) eric prieditis
Las Vegas!

Äh...Viersen, in Las Viersen.

Was für eine Enttäuschung! Ich hatte das noch anders in Erinnerung. Aussen mint-grün und die Gaststube wie ein „Diner“ mit viel Bling-Bling und emaillierten Werbetafeln gänzlich amerikanischer Warengruppen, in französischer Sprache. War wohl mal so ein Franchise aus Kanada.
Damals, in den neunziger Jahren. Als Erik Zabel grüne Hemden trug.

Und nun? Rostschutzgeprimert, der Gebrauchtwagen auf dem Dach!
Bestimmt ein Überbleibsel der metallverarbeitenden Industrie, die jetzt auch woanders rostschutzprimern lässt.
Mehr Detroit als Las Vegas. Dafür hab ich dann doch Empathiepunkte gegeben.

Leicht schwummerig bin ich dann den Radweg entlang. Die Radwege sind in Viersen mitunter

(c) eric prieditis
knapp bemessen.

Aber weil die Stadtoberen wohl ahnten, daß einem beim Anblick von Viersen etwas schwummerig werden kann, haben sie vorsorglich – Ach, jetzt wird mir das klar... Hat man vonwegen dem geo..äh..

(c) eric prieditis
demographischen Wandel gemacht:

(c) eric prieditis
Haltegriffe an Ampeln

(c) eric prieditis
Da hab ich mich mal kurz festhalten müssen. Natürlich mit Handschuh, wegen der Hyä..Hügi..wegen der Bakterien.

Menschen hab ich in Viersen erstmal keine gesehen. Und das bei 26°C!
Da geht man doch mal raus, in ein Café! Oder zumindest an den Kiosk. Man muss ja nicht gleich 100 km mit der Radfahrermütze...

(c) eric prieditis
wie leergefegt

(c) eric prieditis
Der Brunnen lief auch nicht so richtig.

Und EIN einzelnes Kind war dort und hat gespielt. Alleine, ohne Eltern, Omma, Oppa...
bevor ich wieder losheulen hätte müssen, bin ich schnell wieder weg.

26°C, hatten die ja gesagt. Bewölkt, hatten die gesagt. Ich hab dem Braten nicht getraut und extra ein Thermometer mitgenommen gehabt:

(c) eric prieditis
26°C, kein Zweifel.

Das war jetzt ein bisschen blöd, weil, darauf war ich nicht so richtig eingestellt.
Die Trinkflasche fast leer, keine Sonnenkreme, kein UV-Anzug... schöne Bescherung.

(c) eric prieditis
Ich hatte aber wie so oft, mächtig Dusel gehabt, den die zielführende Straße war erreicht!
Mit Schatten!
Die Bismarckstraße!

Da wollt ich mich auch gar nicht beklagen, über die hohen Temperaturen und die fehlenden Wolken.
Denn, der Winter, ne, der war ja lang und hart gewesen, bis vor wenigen Tagen noch.
Der ein oder andere wird sich daran erinnern. Spätestens bei der Nebenkostenabrechnung.

Und weil der Winter so bitterkalt und ewig lang war, da wurde auch das Meer nicht warm.
Und weil das Meer nicht warm wurde, fand der arme Hering nix zum naschen und blieb ganz mager.

Jetzt könnte man sagen: „Hey, ist doch prima! Ich esse sowieso nur Styroporkugeljoghurt mit 0,02% Fett!“ Oder. „Bei Fleisch kaufe ich auch nur das magere Stück vom Schwein mit den 2 zusätzlich gezüchteten Rippchen!“

Das ist aber alles Kokolores!
Wenn der Hering keine Dickmacher findet, dann will den keiner! Vor allem nicht die Nieder... Holländer, und ich auch nicht! So!
 
Früher, in einer Zeit vor den Schwarz-weiß-Bildern, da war das schon mal so. Und dann war der Hering plötzlich weg und daran ist dann auch die Hanse zerbrochen. Weil der Hering zu mager war und weiterzog, wo das Gras grüner schien. Im übertragenen Sinne, natürlich.

Aber eigentlich ist das alles nicht so schlimm, gibt ja noch den Matjes von 2001, denn der Matjes-Hering, der muss sowieso immer tiefgekühlt und dann aufgetaut werden. Wegen der Würmer. Der Matjes isst nämlich keine Zwiebeln, die ja gut gegen Würmer sind. Das haben mir die Altvorderen berichtet und das stimmt immer alles, was die sagen! Früher war nämlich alles besser.
Die Zwiebeln, die kriegt der Matjes dann von mir. Aufs Brot geschmiert, quasi.

In Deutschland gibt es ja nun eine ganz besondere Form des Herings.
Das ist ein glattgebügelter Rollmops, nur ohne Gurke und Zahnstocher:
Der Bismarckhering!

Der Bismarck war natürlich nicht der Erfinder von dem feinsauer eingelegten Hering.
Der Bismarck, das war eine politisch hohe Hausnummer vor dem Anfang der Zeitrechnung und ungefähr das, was Frau Merkel heute ist. Allerdings war das für Bismarck alles viel einfacher. Er hatte nämlich die uneingeschränkte Richtlinienkompetenz. Und gewusst hat er sowieso alles. Im Gegensatz zum derzeitigen Kabinett „Hase“ (Drohnen-Tommy, Hochrisiko-Stromanleihe-für-jedermann-Altmaier oder Frau Merkel: „Ich weiß von nix!“)... Innenpolitisch war er allerdings ein Abklatsch vom Friedrich... selten bis wenig was auffe Kette gekriegt...

Und Lizenzrechte an seinem Namen hat er vergeben, als wenn es kein Morgen gäb.
Es gab Bismarck-Fahrräder, -Zigaretten, -Obst, -Gemüse, -Felsen, ganze -Ortschaften, -Inseln sogar!
Und -Türme.

Bismarck-Lizenzen durchdrangen das gesamte Spektrum der Warengruppen.
So wie heutzutage z.B. „Hello Miezekatze“. Und wir können, glaube ich, froh sein, daß wir den Bismarckhering und nicht den Hello-Miezekatze-Hering haben (obwohl das eigentlich viel logischer wäre, vonwegen Miezekatze und Fisch).

Und warum schreibe ich den ganzen Wust auf?
Weil ich einen dieser Herings...Bismarcktürme besucht habe. Mit dem Eisenhaufen von 1934, welcher ein Fahrrad ist und man selbst kein Hering sein darf.

(c) eric prieditis
Weil man nämlich die letzten Meter den Eisenhaufen geschultert, im Querfeldeingriff ein paar Stufen rauf wuchten muss! Die Karbidleuchte durfte fürs Foto noch schnell ans Rad dran. Das wär auch im Rucksack zu laut geworden, das Gebaumel und Geklapper.

Am Fuße der Treppen stand ein Gedenkstein mit -Tafel, die der „Viersener Verschönerungs Verein“
gestiftet hat. Dem Lizenznehmer des Herin...äh... Bismarckturms.

(c) eric prieditis
Der Verein hat offensichtlich keine Nachwuchssorgen.

(c) eric prieditis
Völlig außer Atem, musste ich erstmal in die Hocke.

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Aufgestanden

(c) eric prieditis
Beweisfoto geknipst

(c) eric prieditis
Ab.



Montag, 27. Mai 2013
(c) eric prieditis
Der schalt-faule Sack

Wie Sie, geneigter Betrachter, vielleicht schon bemerkt haben mögen:
ich male nicht mehr, ich fahre jetzt lieber Rad.
Das spart auch eine Menge Geld.
Naja, nicht ganz. "Die prieditis, die ist so ßterk, die macht immer was kapütt".
Das Geld, was zuvor in Malmaterial floss, das bekommt halt jetzt der Fahrradzubehör- und Ersatzteilhändler.

Und die Welt sieht draußen doch tatsächlich so aus wie im Guglhupf-Straßenblick!
Total jeck! Hatte ich schon fast vergessen...
Um das aus einem früheren Leben stammende Klischee des Ruhrgebietes zu verifizieren, bin ich losgeradelt.

Das Ruhrgebiet, das ist nämlich eine rußige, versmogte Gegend. Überall qualmen die Schlote, was das Zeug hält, trotz Rauchverbot (sogar auf dem Spielplatz, aber ich weiß nicht, ob das auch nachts gilt, wenn die Jugendlichen dort sind) und des Nachts, da liegt ein rotes Glühen über den Städten. Weil da nämlich Stahl gekocht wird!

(c) eric prieditis
Der Stahl für Fahrräder, zum Beispiel.

In Holland, also, den Niederlanden. In Holland also, da gibt es dieses Glühen auch. Das kommt aber davon, weil die Gewächshäuser nachts beleuchtet sind. Die Tomaten und Paprika, die wachsen in den Nieder..., also in Holland, im Drei-Schicht-Betrieb. Auf Watte und Nährlösung. Mit Kunstlicht. Und unter Begasung. Ich glaub, ich muss da mal irgendwann hin und Ihnen berichten. Wenn ich genug Kraft, Muße und überhaupt die gute Grille für so eine Runde habe.

(c) eric prieditis
Holland *Serviervorschlag

Diesmal also zunächst das Ruhrgebiet. Das liegt auch praktischerweise gleich vor den Toren des hiesigen Oberzentrums.
Erst hab ich aber in den Gugelhupf-Straßenblick geguckt. So eine Abenteuerreise in den undurchsichtigen Nebel, die will ja vorbereitet sein. Und tatsächlich!
Nebel! Im Computer war lauter Nebel im Ruhrgebiet zu sehen. Komischerweise manchmal örtlich begrenzt. Das kommt bestimmt daher, weil die im Ruhrgebiet mit Kohle heizen. Das qualmt ja so doll. Und dann kommt kein Sonnenlicht ans Haus und dann bleibt das Haus natürlich kalt und dann muss man mehr heizen und es qualmt mehr. Ein Teufelskreis!
Naja, das hat mich natürlich nicht abgeschreckt. Und dann ab die Post aus dem grünen Oberzentrum in eine ganz andere Welt, ein Niemandsland kurz vor dem Ruhrgebiet, da, wo der Volksmund drüber sagt, dort stünden Papageienhäuser und man ließe besser die Plastekappen auf den Ventilen (kleiner Insider)...
Jetzt hat die dort zuständige Wohnungsbaugenossenschaft aber richtig Geld in die Hand genommen, für die Verschönerung.
Denn im hiesigen Oberzentrum sind die Mieten ein bisschen gestiegen und junge Familien wollen ja auch irgendwo hübsch wohnen können.

(c) eric prieditis
Papageienhaus, Ratingen-West

Und den ganzen Beton, den haben die mit einer aufwendigen 3-D-Projektion in ein sattes Grün verwandelt.

(c) eric prieditis
3-D-Projektion

Ich ließ mich aber nicht ablenken, vom eigentlichen Plan, das Ruhrgebiet zu erkunden und bin

(c) eric prieditis
zügig pedaliert.

Ich fand noch nicht einmal die Zeit zum Schalten. Denn es ist auch etwas unpraktisch gelöst, das mit diesen winzigen Hebelchen, ohne Schaltkulisse und so. Bevor man das Hebelchen da unten, kurz vor der Tretkurbel, irgendwo gefunden hat und verstellen kann, bevor man sich auf die Nase legt... ich sage Ihnen...

Dann kam endlich die Grenze!

(c) eric prieditis
Man erkennt ganz gut das Niemandsland,
die Grenze zum Ruhrgebiet. Das Bild ist schon leicht verschwommen, vom Qualm und der flirrenden Hitze der Hochöfen der Montanindustrie!

(c) eric prieditis
Und Schilder, wie bei jeder ordentlichen Grenze, die gibt es natürlich auch.

Das mit den Wegen, das ist ja so gekommen:
In den Hochöfen, da werden Steine verbrannt. Die schmelzen dann und dann hat man Eisen, zum Beispiel für

(c) eric prieditis
Fahrräder.

Außer Eisen bleibt dann noch so ein großer Rotz übrig. Den nennt man Schlacke. Das kennen Sie vielleicht vom Fußball. Nein, nicht „Schlacke 04“, das ist nur so eine Verballhornung. Ich meine die Spielfläche und damit natürlich auch keinen Rasen, vielmehr denke ich an die gute alte Hansaplast-Kampfbahn, wo jeder regengetränkte, handgenähte Ball beim Kopfball böse Verletzungen – von der Blutgrätsche mal ganz zu schweigen.

Also, die Schlacke, ne, die lässt man dann einfach so aus dem Hochofen rauslaufen, verstehen Sie? Und dadurch ist im Ruhrgebiet das Wegenetz entstanden. Das man dadurch keine ganz ebenen Flächen hin bekommt, das leuchtet natürlich ein. Aber besser, man hat darauf hingewiesen, bevor ein fieser Abmahnanwalt darin noch ein Tätigkeitsfeld entdeckt.

Da hab ich aber im Vorfeld gar nicht daran gedacht, daß die Straßen drüben gar nicht aus Glas sind, wie hüben üblich. Und das war vielleicht ein Fehler, mit 8,5 bar im Reifen...
Aber ich war dann doch positiv überrascht! Hat gar nicht weh getan.
Erstmal.

Erstmal nämlich war da alles grün! In echt! Nix mit 3-D-Projektion auf Beton. Alles echtes Chlorophyll!!! Im Ruhrgebiet! Hallo?
Erst hab ich gedacht, da hätte so ein Spaßvogel, respektive jugendlicher Gammler, das Ortsschild einfach mal im Überschwang versetzt. Aber dann hätte jener Spaßvogel auch alle authentischen Autos ( Granada, Capri, Käfer, Golf, BMW (3er), etc.) mit dem passenden Kennzeichen versehen müssen. Muss also gestimmt haben, mit dem Ruhrgebiet.

Dann wurde es endlich, endlich grau. Genauso wie im Klischee.
Erstmal habe ich eine Schlackemauer entdeckt. Da hab ich mal ein

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Foto von gemacht.
Ich war ja total verunsichert, von wegen dem vielen Grün. Wer hätte denn gewusst, ob da überhaupt noch was Graues gekommen wär – die demographische Geschichte mal ausgenommen.

Was die Chose mit den Eingeborenen betrifft: Da gabs keine!
Ich hatte bis dato keine einzige Menschenseele getroffen.

Vielleicht, war ja Pfingsten, waren die alle in der örtlichen

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Schlackekirche
gewesen?
Das war schon kurios, so eine bayrische Barockhaube auf dem Turm zu sehen. Leider konnte mir keiner der Eingeborenen Auskunft erteilen – war ja keiner zu sehen. Aber es gab eine Tafel am Turm, die erklärte, warum die Kirche einen bayrischen Barockturm trug. Das war nämlich so gewesen:
Die derzeitige Kirche, die wurde 1925 gebaut (aus Schlacke). Davor gab es bereits eine Kirche, aber die war irgendwie kaputt gegangen (bestimmt war die aus Grauwacke). Aber die Möbel, die waren wohl noch gut gewesen, viel zu schade für den Sperrmüll oder den Drogenberatungsstellensecondhandladen.
Und dann hat man von außen, gut sichtbar, den Turm im Stil der Möbel verziert.
So hab ich mir das von links und rechts angeschaut, als mir der erste Bewohner begegnete!
Leider kein Mensch, sondern wohl eher eine Nachfolgepopulation. Ein echtes Wildtier!
In Brandenburg gibt es doch auch wieder Wölfe, weil der Mensch dort auf dem Rückzug ist.
Hier nun war es ein übelst gefährlicher Marder

(c) eric prieditis
Mustelidae Duisburginensis

Und das macht ja auch Sinn. Denn wenn die Menschen wegbleiben, dann holt sich die Natur alles wieder zurück. Das ganze Grün macht dem Grau den Garaus. Und wo sollte das nicht schneller geschehen, als wie bei den Kirchen, die ja nur noch einmal im Jahr, zu Weihnachten, geöffnet haben.
Das konnte man gleich neben der Schlackekirche schön beobachten. Dort, an der Ruhr, lag die ehemalige

(c) eric prieditis
Dombauhütte.

Oder, war es vielleicht ein Bergwerksschacht? Im Ruhrgebiet wird schließlich nicht nur Stahl gekocht, sondern auch Kohle aus der Erde geholt. Die braucht man, wie oben beschrieben, für die Heizung. Oder eben für den Stahlkocher. Oder, noch ebener, für die Verstromung, damit in den von der Kohle zugenebelten Häusern, wo kein Sonnenschein hinkommt, auch mal ein bisken Licht drin ist.
Die Kohle lag früher direkt auf der Erde und musste nur aufgesammelt werden. Dann musste man, wie die Karnickel, Löcher in die Erde buddeln. Mittlerweile hat man so tief gegraben, daß die Kohle für die Kohleöfen – egal ob Stahl, Heizung oder Strom – aus China durch die Schächte nach Europa gebracht wird. Jeck.

Als ich dann so in Gedanken durch die Gegend pedalierte, wusste ich mit einem Male, wo die Menschen alle waren, die ich zuvor vermisste.
Eine Pfingstpolonäse hatten die gemacht!

(c) eric prieditis
Und zwar angezogen in der historischen Nibelungentracht, wie sie bereits von Waltharius beschrieben wurde.

(c) eric prieditis
Hier ein Foto von „König Gunther“,
begleitet von Högni, den man hierorts wohl besser als Hagen kennt. Nibelungen, das heißt eigentlich „Volk aus dem Nebel“ - na also, passt ja wie die Faust aufs Auge!

Und wo eine historische Formation sich versammelt, da ist bestimmt auch eine

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Kirmes!

Da war ich aber nun wirklich hoch erfreut! Ich bin auch gleich mal zum Fahrgeschäft, an dem sich die örtliche Haute-Volée versammelt hatte und habe mich mal gleich dort bei denen vorgestellt und ein Lied zur Begrüßung geträllert

Ja, und dann bin ich ganz schnell weiter.
Quasi, wie der Blitz durch die

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grüne Hölle.

(c) eric prieditis
Hier können Sie, geneigter Betrachter, es sehen. Wie der geölte Blitz!

Ich wollte nur weg von dieser völlig falschen Welt der feinen Gesellschaft am Auto-Selbstfahrer im Ruhrgebiet, das anscheinend doch nicht so grau und schmutzig war, wie ich es aus den Medien des FWU, vorzugsweise auf Super-8 Schmalfilm aus der Schule in Erinnerung hatte. Obwohl ich schon noch ein bisken Angst hatte, daß mein Hemdkragen am Ende der Fahrt eine schwarz-gräuliche Färbung annehmen könnte. Vonwegen der Grobstaubbelastung, verstehen Sie?

Auf der Flucht hatte ich dann noch einen kurzen Moment der Erinnerung an den kalten Krieg.
Ein von jedweder Fürsorge jedweder Straßenmeisterei völlig

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vernachlässigtes Schild,
ließ mich spontan an „Die letzten Kinder von Schewenborn“ denken.
Ich habe mich ein wenig gegruselt. Da wollte ich nur noch umso schneller zurück, in das Oberzentrum.

Kaum angekommen, war natürlich sofort

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Stau.

Dem konnte ich aber, dank profunder Ortskenntnisse, entgehen.
Ich wählte die wenig bis gar nicht befahrene Strecke über den Rhein-Deich.
„Der lügt doch! Dort herrscht ein Betrieb wie morgens am Mörsenbroicher-Ei!“ - werden die verkehrsfunkerfahrenen, mittelwellenhörenden Leser jetzt rufen.Damit man mir das glaubt, habe ich Beweisfotos gemacht:


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Beweisfoto 1

(c) eric prieditis
Beweisfoto 2

Erst im Oberzentrum selbst, da hab ich dann wieder wen gesehen. Und zwar jugendliche Gammler, mit bunten Haaren und liederlichen Bekleidungsstücken. Ein Großteil derer war sogar mindestens angeschickert. Ein richtiges Nest! Es waren so Nachahmer von Manga-Helden gewesen. Dabei war der Japantag doch erst für den Samstag NACH Pfingsten geplant. Bestimmt war das so eine Form des rechtzeitigen Vorglühens?
Ich habe davon kein Foto gemacht, nachher sehen das die Eltern und schimpfen dann mit dem ausgelassenen Feiervolk. Und wie die Manga-Figuren aussehen, das wissen Sie ja alle. Eben wie Heidi, Biene Maja, Pinocchio, Captain SharkyFuture. Etc...

Naja, und dann hab ich doch noch ganz normale Menschen gesehen...

(c) eric prieditis
...mit Partnerbux



Freitag, 10. Mai 2013
(c) eric prieditis
„Ups! Der Radio is kapott!“
Da war die ganze schöne Zerstreuung perdu... Und nun?
„Ah, die Glotze! Kanal 9, ARD. Da läuft bestimmt ein schöner Heimatfilm.“
Hab ich mal gleich den Universum s/w Apparat von 1982 mit 36 cm (ja, Zentimeter, nicht Zoll) Bildschirmdiagonale angekurbelt. Es hat etwas gedauert, bis das Bild kam...aber da kam gar kein Bild! Nur so „Schnee“. Nicht mal ein Testbild!!!

Da bin ich aufs Rad. Um mich mal ordentlich zu beschweren, bei denen da oben! Die glauben wohl, mit uns könnten sie es machen. Aber nicht mit mir! Nicht mit mir!
Also auf zum WDR. Der WDR hat hier nämlich eine kleine Schreibstube, am Landtag. Wegen der kurzen Informationswege, nehme ich an.
Der Pförtner vom WDR hat mich aber leider nicht reingelassen. Die HerrInnen Redakteure seien alle „VaterInnentag“ feiern. Und er sei nun wahrlich nicht zuständig. Da müsste ich nun schon ganz woanders hin.
„Hm, vielleicht in die tausend anderen Schreibstuben der freiberuflich vom Wohnzimmer aus für den WDR tätigen Redakteure?“, fragte ich den PförtnerIn.
„Nee! Probieren Sie´s mal am SenderIn Langenberg.“, war seine goldwerte Auskunft.

Sender Langenberg! Natürlich! Der stärkste Sender von der ganzen weiten Welt, wenn nicht gar Deutschlands! Die würden meine Beschwerde an einem Feiertag sicherlich gerne entgegennehmen und mir wohl auch Rede und Antwort stehen.
Ich also wieder nach Hause, Kamera und noch ein paar Kleinigkeiten eingepackt und los ging es

(c) eric prieditis
über versiegelte Flächen der Stadt.

Das doofe an diesen Sendeanlagen ist, daß sie immer ganz schön hoch sein müssen, damit nicht nur die drei Dörfer drum herum Empfang haben. Und damit keiner auf den Sendemast klettert und ein Plakat wehen lässt mit, sagen wir mal: „Ich hab Dich lieb!“, oder so.
Der Sender Langenberg liegt auf einer Höhe von ca. 240 m über der Nordsee. Die Metropolregion nur bei knapp 40 m... Dazwischen kommt Velbert, das liegt auf 265 m.
Da war natürlich völlig klar, daß ich ordentlich gebackene Bohnen mit Tomatensoße gegessen habe und mein sportlichstes Fahrrad wählte. Ich meine, hallo? Ich bin doch nicht bekloppt!
Naja, gleich am ersten Hügel musste ich aber eine Pause einlegen, weil ich immer mit den Füßen vom Pedal gerutscht bin. Das war mir zu gefährlich! Echt wahr. Andere Radler fuhren den Hügel hinauf und unterhielten sich dabei miteinander. Die haben bestimmt über mich gelästert. War mir aber egal.
Also den Hügel hinauf, mit trockener Sohle und trockenem Pedal. Schöne Gegend. Vor lauter Gegend ( ich bin ein großer Freund von Gegend) hatte ich fast vergessen, warum ich überhaupt unterwegs war.
Ach richtig, ich wollte dem WDR meinen Unmut kundtun. Das fiel mir auf einer flachen Passage ein.
Einige Kilometer weiter ging es dann nur noch aufwärts. Und aufwärts. Aufwärts aber auch.
„Halt! Ich müsste mal was trinken!“ - hab ich mir dann selbst gesagt

(c) eric prieditis
und bin kurz abgestiegen.

Endlich hatte ich mich mit dem Rad den Hügel hochgestrampelt.
Ich war in Velbert! Velbert, das kennen einige von Ihnen vielleicht von den Autobahnschildern.
Da steht nämlich ganz schön oft „Velbert“ drauf. Das hat bestimmt was mit Stadtmarketing zu tun.
Auch in der Metropolregion ist das „Stadtmarketing“ sehr wichtig. So wichtig, daß man jetzt eine „Dachmarke“ erfunden hat. Kennen Sie das neue Logo von Düsseldorf? Nein?

:D <--- da!

Hat man sich von den Dänen ausgeborgt. Wenn Sie mich fragen: eher Dach-schaden...

Aber zurück zu Velbert. Ich glaube, Velbert ist genauso oft auf Autobahnschildern verzeichnet, wie es Einwohner hat. Aber die wenigsten der vielen Autobahnnutzer werden jemals dort abgefahren sein. Warum auch? Wenn man am Radio- und Fernsehprogramm nix auszusetzen hat, muss man auch gar nicht dort die Autobahn verlassen.

Obwohl, als ich ziemlich außer Atem die Hügelspitze erreichte und mich umsah...
Tjonge!

(c) eric prieditis
bis nach England konnte ich gucken!


Velbert selber ist... weiß nicht.
Eine Stadt für Riesen? Eine Ideensammlung für Architekten?

(c) eric prieditis
Ist der Turm ein Sammelbehälter?
Ich habe eine leise Ahnung, woher der Architekt seine Inspiration nahm...

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Auch die Briefkästen sind hier etwas größer geraten.

(c) eric prieditis
Und das Panorama ist wirklich großartig.

Nur vom gucken kommt man aber nicht voran!
Und weil es jetzt erstmal nur bergab ging, hatte ich eine leise Freude in mir.
Allerdings spürte ich nun, daß ich ein klitzekleines Problem mit der Bremse hatte.
Da half alles nix. Ich musste absteigen und bin die doofe Straße zu Fuß...
Das war auch gut so, denn da konnte ich wieder meinen Unmut verstärken. War doch klar, daß der WDR daran schuld war. Sonst wäre ich doch niemals auf diese Schnapsidee verfallen, mit dem Rad den Sender Langenberg aufzusuchen. Da wäre ich sonst den ganzen Tag auf der Couch...

(c) eric prieditis
Halber Abgang hätte man es auch nennen können.

In Langenberg war es wieder schön flach und ich konnte ordentlich Zeit gutmachen.
Immer den Sendemast im Blick, habe ich mich nur einmal kurz verfahren, weil ich nicht auf die Hinweisschilder achtete.
Dann kam der Mann mit dem Hammer...
Den letzten Anstieg zum Sender musste ich schieben. Nix ging mehr! Zum Glück hat mich keiner gesehen, wie ich schmählich scheiterte, als ich optimistisch doppelsuperplusgut den Berg...die Beine dachten, es sei eine Wand.

Dann war ich endlich, endlich oben!

Vor mir stand der Sendemast des Senders Langenberg!

(c) eric prieditis
Sender Langenberg

Dankbar mir selbst gegenüber, daß ich diese Tortur überstanden hatte und das Rad auch, ging ich vor selbigem

(c) eric prieditis
auf die Knie.

Dann habe ich noch ein klein wenig Erde aus der Umgebung als Beweis meiner Radtour in den

(c) eric prieditis
kompakten Rucksack eingepackt.

Leider war es schon sehr spät geworden und die Menschen vom Sender Langenberg hingen alle in den Seilen. War ja auch Vatertag. Bestimmt sind die mit dem Bollerwagen...

Ach, das war jetzt auch egal.
Ich bin dann wieder zurück. Bergab erstmal wieder geschoben... und die Bökenbuscher Wand ebenfalls. Diesmal aufwärts.

Auf dem Rückweg kam ich noch in eine

(c) eric prieditis
allgemeine Verkehrskontrolle.
Ist aber alles gutgegangen...

Ich weiß jetzt, daß das Wanderer für „wellige“ Strecken nicht sooooo gut geeignet ist. Bergab ist wirklich heikel, weil nur eine Rücktrittbremse vorhanden ist.
Um eine nennenswerte Bremsleistung zu erzielen, muss man „stottern“. Das heißt aber nicht, daß der Eisenhaufen damit zum Stehen kommt!
Die Stempelbremse ist in der Tat eine eher optische Zier...

Der Turm ist natürlich nicht der Sender Langenberg sondern ein Bismarckturm, der sich gleich nebenan befindet.

Weil ich gefragt wurde: Einfache Strecke ca. 40 km, und um die 520 Höhenmeter.
dann ging es natürlich wieder zurück. Aber das kann man beim Finanzamt ja nicht geltend machen...



Sonntag, 31. März 2013
hab ich heute mal im Text einige Ostereier verlinkt...Frohe Ostern!
So, und jetzt zum Text:

Guck mal, nachdem ich eine weitere Charge meiner beliebten Nasskonserve „Noro Goreng“ produziert hatte, war es an der Zeit, mal wieder ein bisken vor die Türe zu gehen.


Das Wetter war davor ja nun auch nicht soooo schön gewesen und weil in der Stadt normalerweise alles nur Concreter Beton ist, wollte ich mal so richtig ins Grüne! Raus aufs Land!
Skeptisch, wegen des Wetters, hab ich dann mal ganz vorsichtig aus dem Fenster gelinst.
Und was ich dann sah, das waren: „Sunshine, Lollipops und Rainbows“

Da bin ich dann mal los.

Endlich Frühling! Der beginnt im Rheinland für gewöhnlich etwas
früher als im Rest der Republik. Das kommt vom ozeanischen Klima.
Und dann hab ich am Stadtrand erstmal ein Foto vom ersten, im Saft stehenden Grün des Jahres gemacht:

(c) eric prieditis
Sonnenblumenfeld

Da hab ich gleich Appetit auf mehr bekommen und hab auch gleich Ausschau nach einem schönen Fleckchen gehalten.

(c) eric prieditis
Und einen Holzwimpel, den hab ich mir an den Lenker gesteckt.

Irgendwo da hinten hatte ich auch was entdeckt. Ich wollte es aber auch nicht übertreiben, mit der körperlichen Anstrengung und darum hab ich mal die Streckenverhältnisse ausgelotet.

(c) eric prieditis

Und dann war die Straße plötzlich zu Ende!
Ja, aber die Welt noch lange nicht! Das hab ich nämlich ganz genau gesehen. Man kann hier am Niederrhein, über die Maulwurfshügel hinweg, bis zu den Offshore-Windrädern der Nordsee gucken, wenn Sie das noch nicht gewusst haben sollten.

(c) eric prieditis
Offshore-Windräder

Soweit wollte ich natürlich gar nicht fahren. Und während ich so hin und her überlegte, ob ich jetzt nach links oder rechts abbiegen sollte, hab ich mir zu meiner ganz persönlichen Freude einen Osterzweig gepflückt.

(c) eric prieditis
Osterzweig

Ach nein, es war gar kein Osterzweig gewesen. Vielmehr hatte mich ein landwirtschaftliches Fahrzeug überholt und dessen Reifen hatten mich mit Schmutz und Steinen beworfen.
Natürlich in voller Absicht!
Der war bestimmt neidisch, weil er nicht so schön radfahren konnte, an diesem herrlichen Frühlingstag! „Start the Commotion, wa?“
rief ich dem Traktor noch hinterher - als es „Klatzonk-Plink“ machte.
Der Trecker-Reifen-Schmutz war wohl schon älter gewesen (der faule Sack!) und ich hab dann gemerkt, das mein Vorderrad auf einmal sonne komische Geräusche machte und dann hab ich gesehen, daß der Schnellspanner offen war und der vermeintliche Osterzweig, das war eine Speiche.

(c) eric prieditis
Osterzweigspeiche (da rechts im Bild, das ist übrigens der Kollege Ventil und nicht etwa eine gebrochene Speiche...)

Das war aber gar nicht weiter schlimm, denn jetzt hatte ich wenigstens Musik auf den Ohren.
Ein rhythmisches „trff-trff-trff“ begleitete mich fortan auf meinem Weg durchs Grün.
Eine einzige Grünanlage war das hier, Freunde!
Für zum Beweis, hab ich auch, nur für euch, ein paar Knospen abgelichtet.

(c) eric prieditis
Knospen

Und dann bin ich immer weiter, dem Horizont entgegen. Weil ich halt so eine unermessliche Freude am schönen
Grün hatte, und mich überhaupt nicht sattsehen konnte daran!
Da war mir dann auch der nicht mehr ganz so ebene Boden gleich ganz egal gewesen. Ich war ja mit dem Rumpelrad unterm Po unterwegs. Quasi.

(c) eric prieditis
„Paris-Roubaix“

Und die heimatliche Scholle war auch bereits bestellt. Von anderen, fleißigeren, landwirtschaftlichen Geräten, als wie dem mit den schmutzigen Reifen! Hunderttausende von Krokanten waren gepflanzt worden und nun war das Ergebnis unbeschreiblich schön!

(c) eric prieditis
Krokusfeld

Da war ich so gerührt, und hatte gar nicht gemerkt, daß ich schon in der Heimat vom „Terrier“ war.
Der Terrier, das muss ich vielleicht sagen, das war mal ein guter Fußballer gewesen. Wenn Sie, geneigter Betrachter, kein Interesse an Fußball haben, dann kann ich noch sagen, daß der „Terrier“ auch Fernsehgeschichte im Tatort geschrieben hat!
Mit dem unvergessenen Satz: „Gebt dem Kaninschen eine Möhre extra!“ darf man den Terrier - wohl mit Recht – als den Vorreiter der sogenannten „Scripted Reality“-Formate im Privatfernsehen bezeichnen.

(c) eric prieditis
Und hinter diesem herrlischen, grünen Wäldschen, da wohnt das Kaninschen – äh – der Terrier, meine ich.

Naja, da wollt ich aber nicht stören und bin wieder zurück. Es war auch mit einem Mal etwas frischer geworden. Bestimmt, weil die in der Neusser Skihalle die Fenster geöffnet hatten.
Ich meine, ich kann das verstehen. Ich hab dafür Verständnis!
Muss man ja mal lüften, wenn die Menschen dort in ihren Engerling-Anzügen im Schnee herumtollen und dann die Achselhöhlen anfangen zu arbeiten und dann immer die Fenster zu... da muss eben mal „der Drache“ raus, wie wir im Feng-Shui sagen.

Aber das es so schlimm war, in Neuss, das hätte ich nicht gedacht.

Zum Glück hatte ich es ja nicht weit bis nach zu Hause und das Ziel lag zum greifen nah.

(c) eric prieditis
Ziel, irgendwo dahinten.

Auf meinem Weg dorthin kam ich auch an einem 24/7-Fahrradreparaturladen vorbei.

Mitten auf dem Land! Jeck! Das sich das für den Inhaber rechnet, bei den heutigen Mieten.

(c) eric prieditis
24 Stunden – Service

Leider hatte er keine Speichen im Angebot. Darüber hab ich mich etwas geärgert. Denn das „trff-trff-trff“ des Vorderrades ging mir mittlerweile doch recht auf den Senkel.
Wäre doch eigentlich kein Problem, oder? Statt eines Schlauchs mal sone Speiche reinzutun. So aufgerollt, zum Beispiel. Eine Marktlücke!
Der Ansprechpartner war aber wohl gerade auf dem Klo. Da hab ich den Ärger kurzerhand hinuntergeschluckt und bin mit einer veritablen Marktlückenidee weiter ge“trff-trff-trff“t.

Das tolle beim Pedalieren ist unter anderem, daß man mal so richtig an andere Dinge denken kann, als wie für gewöhnlich.
Zum Beispiel: „Hunger“ oder „kalte Füße“ aber am Schönsten, das ist der Gedanke: „langsam werden die Beine schwer“
Und weil ich alle drei Gedanken auf einmal hatte, wollte ich die Streckenverhältnisse von „Paris-Roubaix“ wenigstens für die Rückfahrt auslassen. Da hätte ich ja zusätzlich noch aufpassen müssen. Und der Mensch kann sich nur auf drei Dinge gleichzeitig konzentrieren. Das haben amerikanische Wissenschaftler, ich nehme an, von der NASA, bewiesen.

Und es war eine gute Entscheidung! Weil ich anders abbog, kam ich durch das Künstlerdorf Büttgen.

(c) eric prieditis
Büttgen ist vor allem für sein grafisches Werk bekannt.

Hatte ich auch noch Kunst gesehen, zu all dem Grünanlagengrün. Aber der weitere Weg war dann doch eher... naja, wie soll ich das sagen? Vielleicht hat es hier vor kurzem Bodenerosion gegeben oder so. Jedenfalls müssen die an ihrem Fahrradwegenetz noch arbeiten.

(c) eric prieditis
Fahrradweg

Das war wirklich nicht so schön gewesen. Dazu kam dann noch, daß die drei Gedanken „Hunger-kalte Füße-schwere Beine“ sich zu einem regelrechten Mantra entwickelten.
Wenn Sie nicht wissen, was ein Mantra ist, dann gebe ich Ihnen gerne ein Beispiel:

„Hunger-kalte Füße-schwere Beine- Hunger-kalte Füße-schwere Beine- Hunger-kalte Füße-schwere Beine- Hunger-kalte Füße-schwere Beine- Hunger-kalte Füße-schwere Beine-...“

So in etwa. Und dann versuchen Sie mal, an einem Samstag auf dem Land, dazu noch zur Fastenzeit und dann, als Topping, sozusagen, am Karsamstag, ein Café zu finden, welches dann auch noch geöffnet hat und bereit ist, einem etwas zu verkaufen.
Die anständigen Menschen, nicht solche Halodris wie meine Wenigkeit, die sammeln nämlich zu dieser Zeit im Wald nach mit Altöl gegen Feuchtigkeit behandelte Jägerzäune und alte Autoreifen – fürs Osterfeuer.

In Neuss, da hab ich dann eins gefunden. Also, ein Café, kein Osterfeuer.
Magisch angezogen hat es mich. Auch wegen der mindestens 5 verschiedenen Schrifttypen, die es zierte. Das deutet nämlich daraufhin, daß alles selbstgemacht ist.

Die Öffnungszeiten von 7.oo – 2o.oo Uhr und die Idee von Kaffee mit Kuchen ließen mir das Wasser im Munde zusammenlaufen. Und da lief mehr als mit meinen, vielleicht erwähnte ich es bereits in einem Nebensatz, schweren Beinen. Die motivierten sich nämlich gegenseitig, so stellte ich mir das zumindest vor:
„Geh schon!“ - „Du zuerst!“

Und dann lagen da drei traurige belegte Aufback- Langbrötchen. Der Franzose nennt die eigentlich anders, aber das hatten diese Exemplare sich nicht verdient.

(c) eric prieditis
Langbrötchen

Der Kaffee war aber wirklich ok, das muss gesagt werden. Und freundliche Bedienung gabs auch.
War mir aber eigentlich egal. Das, was zählte, das war der Stipp- und Dipp-Keks!

(c) eric prieditis
Stipp- und Dipp-Keks

Mehr Fotos hab ich dann nicht mehr gemacht.
Doch, eines noch...

(c) eric prieditis
Ich bin das Stück dorthin gelaufen.

Und das nächste Mal, da trink ich dann Appel-Cidre! So!



Dienstag, 12. März 2013
(c) eric prieditis
OMG! Ich bin so VOLL FETT geworden!!!


Guck mal, Früher, ne, also, hat der kreuzbube gesagt, da sind die Menschenmassen raus aus der Bude in die Natur. Da hatte man dann Holzbalken in die Landschaft gepflanzt und man konnte davor Kniebeugen machen.
Hab ich mal recherchiert. Vonwegen der Herzinfarktgefahr, haben sie damals gesagt und deren Vermeidung. Ich glaub davon kein Wort! Das war einzig und alleine um damals, im Kalten Krieg, den Klassenfeind durch eine durchmobilisierte Bevölkerung in Schach zu halten! So!
Und der dunkle Mann von der dunklen Seite, ne, der hat dann gesagt, daß bei ihm in der Nähe noch so ein Einzelkämpfer-Pakurs---Parkuss--- so´n Rundkurs wär.
Da wollt ich dann hin.
Mit dem Rumpelrad. Bei strahlendem Sonnenschein!
Also, was man hier so Sonnenschein nennt.

(c) eric prieditis

Diesmal auch über nicht versiegelte Flächen der Stadt. Das ist nämlich der Vorteil von dem Rumpelrad, das hält nix auf!

(c) eric prieditis

Bis auf die Tauben, die mir auf dem Weg hinterlistig auflauerten, und mich voll angefaucht haben. Da hatte ich schon die Pulsfrequenz von 130 – im Ruhezustand. So Spatzen können mit ihren Schnäbeln nämlich schmerzhafte Fleischwunden verursachen! Die entzünden sich dann und man muss sterben. Durch einen vermeintlich harmlosen Zwick in den Allerwertesten und dann tot, das war nix für mich und ich bin mit Georg Kreisler seinem Hit „Tauben vergiften im Park“ auf den Lippen um die Zaunkönige herum weitergeradelt.

(c) eric prieditis

Am Horizont hab ich andere Menschen gesehen, die wollt ich dann warnen, wegen der bissigen Piepmätze von vorhin.
Die wussten aber schon bescheid. Mir haben sie dann gesagt, ich müsse wieder zurück, denn hier sei das Ende der Weltgeschichte. "Aber nicht das von Fukushi...äh Fukuyama! Oder?"
Es war sowieso, literarisch betrachtet, das Verschwinden der Kindheit

(c) eric prieditis
(Das Verschwinden der Kindheit)

„Wenn der Postman dreimal klingelt...“ dachte ich, nicht zu Ende und außerdem noch:
„Ja, wenn das Leben so gefährlich ist, dann sollten die Racker mal lieber nicht draußen spielen. Es gibt da ja bereits ganz hervorragende Computer-Programme, auch und gerade für die Kleinsten.
Und Fernsehen. Fernsehen gibt es auch.“

Dann bin ich wieder los, mit ordentlich

(c) eric prieditis
(Veloce)

denn ich wollte ja in den sogenannten Wald.
Als ich dann endlich dort ankam, war ich voll total erschüttert!
Ich hatte den Wald irgendwie anders in Erinnerung. Mehr so grün und Blätter und so.
Pustekuchen!
Da hatten die damals in den 80er Jahren wohl recht, mit dem sauren Regen und dem Waldsterben.
Aber dann fiel mir ein, daß es bestimmt mit dem Kalten Krieg zu tun hatte. Da hatten die hier wohl Agent Orange versprüht, für zum Testen.

(c) eric prieditis
(Agent-Orange-Testgelände)

Fein, dann fände sich auch bestimmt der Hồ-Chí-Minh- äh, Trimm-Dich-Pfad viel leichter.
Und gänzlich unerschrocken bin ich dann rein. Und rauf.
Die Steigung war gar nicht so schwierig- wenn nur der Sand nicht gewesen wäre!
Plötzlich musste ich auf halbem Weg anhalten. Nicht, weil ich die Höhe nicht hätte nehmen können, wegen zu wenig Butterbroten am Morgen, nein, nein.
Ich hatte was verloren, und das fiel mir just in diesem Moment, im Sand, ein. Und dann bin ich eben zurückgelaufen, um es aufzuheben.

(c) eric prieditis

Ich war aber nicht unglücklich, daß mich dabei kein Belgier gesehen hat. Die Belgier nämlich, die lieben ja das Fahren im Sand. Die haben ja sogar diese Räder mit LKW-Ladefläche vorne, einzig und alleine dafür, um Sandsäcke zu transportieren, wo die dann so ein kleines Loch reinpiecksen, nur, damit sie immer eine Handbreit Sand unterm Vorderrad haben.
Das kommt, weil die alten Straßenpflaster, aus (zuvor für Moules-Frites verwendeten) Miesmuschelschalen, sich so unbequem im Po anfühlen. Also, wenn man mit dem Rad über die Straße, mein ich. Nicht die Muscheln im...igitt . Da nimmt der Belgier lieber Sand. Also, für...ach, egal.
Fahren Sie, geneigter Betrachter, mal dahin, nach Belgien! Solln se mal sehen!
Dann ging es mit frischem Mut, und dem ollen Schiller auf, auf, aufs Rad und weiter.

(c) eric prieditis

Naja, erstmal hab ich geschoben, denn der Schwung war nach dem Absteigen erstmal perdu.

Die Gebrüder Grimm hatten mir übrigens extra vonwegen dem Jubeljahr von ihnen einen Baumstamm in den Weg gelegt. Sollte hier das Ende der Suche frühzeitig vor mir liegen?
Nee, ich hatte doch auch die Tauben überlebt. Da konnte mich doch so ein Holzstäbchen nicht schrecken! Ich habe einfach ein groß genüges Stück herausgesägt, damit ich bequem weiterfahren konnte.

(c) eric prieditis
(Grimms Baumstamm)

Rauf und runter ging das. Nur den blöden Trimm-Dich-Pfad, den hab ich nicht gefunden!
Vor jeder Kuppe dachte ich: „Jetzt gleich muss er doch mal kommen, der blöde Trimm-Dich-Pfad...“
Ich wollte doch was für die Gesundheit tun und nicht nur stupide mit dem Rad...
Wo es übrigens rauf geht, da kommt auch manchmal eine abschüssige Strecke.
Weil das Laub den Boden bedeckte, hab ich dann auch den Bombentrichter nicht gleich erkannt. Aber mit einem gewagten Stoppie war es mir möglich, das Schlimmste zu verhindern.

(c) eric prieditis
(Und wieder Fukuyama. Da, wo das Laub auf dem Boden aufhört, ist die Abrißkante und somit das Ende der Geschichte)

Das Ende der Geschichte:
Irgendwann hatte ich die Schnauze dermaßen gestrichen voll. Es gab nur Waldweg um Waldweg, nirgends was für die Gesundheit!
Entnervt warf ich das Handtuch.

(c) eric prieditis

Geneigter Betrachter, sehen Sie hier vielleicht einen Trimm-Dich-Pfad?!?

Und als ich dann auf dem Rückweg war, da hab ich ihn dann endlich entdeckt!
Original aus den 70er Jahren! Hervorragend erhalten! Mit weniger Macken als ich! Und ich war bestimmt schon öfter beim Arzt als dieser Trimm-Dich-Pfad. Also ehrlich!

Die Geräte im Einzelnen:

(c) eric prieditis
Duplex Rückentrainer

Den Duplex Rückentrainer hab ich ausgelassen, weil, ich war ja alleine. Fing ja schonmal hervorragend an!
Außerdem sah das Gerät doch recht neu aus. Vielleicht macht man heute mehr so Paar-Dich-Rundkurse, ich weiß es nicht.

(c) eric prieditis
Gravity Shoot

Hatten die Dinger auch damals schon so moderne englische Namen? Ich meine, in Deutschland?
Das ist voll anstrengend gewesen. Da muss man erst mit dem geschulterten Rad so eine kleine, verflixt kalte und rutschige Sprossenleiter aus Metallröhrchen raufklettern und oben angekommen, UFFBASSE! Damit man auf dem 18/10er Edelstahlbodenblech mit feuchtem Schuhwerk nicht gleich den Halt verliert und hinunterpurzelt.
Dann setzt man sich auf das Rad. Das an sich ist schon eine schöne Übung, weil der Platz sehr beengt ist. Und dann hat man die Wahl:
Entweder fährt man, ganz normal, die schiefe Ebene herunter. Oder man wählt den "Wuppertal Way", zurück über die Sprossen. Natürlich auf dem Rad sitzend.

(c) eric prieditis
Arm- and Leg- Twister

Oder die Ausfallschritt-und-Spagat-Maschine...
Vielleicht lieber mit Suspensorium.

(c) eric prieditis
Power Jump

Im Original hieß der wahrscheinlich: Die olympischen Ringe
Aber dann musste das geändert werden, wegen der Lizenzbestimmungen.
Alle fünf Röhren, aus dem Stand... hab ich nicht geschafft.

(c) eric prieditis
Extruder

In diesem Fall ist man selbst die Förderschnecke.
Ich empfehle, das Rad während der Durchführung an einem sicheren Ort abzustellen und anzuketten. Denn sonst könnten während der Übungsphase (ich erinnere an dieser Stelle an das Titelbild!!!) böse Spitzbuben auf den Gedanken kommen, sich widerrechtlich in den Besitz eines fremden Eigentumes, nicht wahr...

Hier ein Bild vor der Übung
(c) eric prieditis

Und was soll ich sagen? Nach all den Strapazen, die ich auf dem Trimm-Dich-Pfad auf mich genommen habe?
Also, ich guck so an mir runter und sage:
OMG! Ich bin so VOLL FETT!!!

Aber später, beim Pipi machen, war alles, alles wieder gut (gewesen).

Noch später, als ich daheim in der Wanne plantschte, da war ich echt (musikalische Untermalung)



Mittwoch, 20. Februar 2013
Guck mal, das Leben als Künstler ist kein Leichtes. Sie kennen das vielleicht, aus der Bild-Zeitung.
Jeden Tag nur (viele) Prostituierte, Koks und Alkohol. Man lungert in verrauchten Kaschemmen herum.
Nun gut, ab Mai gibt es in ganz NRW keine verrauchten Kaschemmen mehr. Dann riechen die Anziehsachen nur noch nach Essen und Urinalstein.
Da ist es gut, wenn man sonntags mal an die frische Luft kommt.

Da hab ich mir gedacht: Schau Dir mal an, wohin so ein Lebenswandel führt!
Und dann bin ich los, über versiegelte Flächen der Stadt.

(c) eric prieditis
Versiegelte Flächen

(c) eric prieditis
Hier kann man übrigens schön sehen, wofür Düsseldorf ganz schön viel Geld ausgibt. Nämlich für die Gelbphase der Fußgängerampeln. Wie das funktioniert, hat ein Unternehmen im Auftrag der Stadt in einer acht(!)seitigen Broschüre kurz und knapp zusammengefasst.

Oha, da hinten, am Horizont, entdeckte ich dann, inmitten von Beton, einen Baum mit dazugehöriger Grünanlage. Da bin ich dann hin.
Sapperlot! War gar keine Grünanlage, war ein Gottesacker gewesen!
Und was für einer! Im Schatten der Gebäude einer Versicherung, deren Mitarbeiter nämlich auch alle Künstler sein müssen, bei deren Lebenswandel!
Da hab ich mich ja nun erstmal gar nicht getraut, den zu betreten. Kommt man ja noch früh genung hin – und dann hab ich vorsichtig einen kurzen Blick gewagt:

(c) eric prieditis
Aber ganz vorsichtig!

Dann hab ich allen Mut zusammengekratzt und bin doch auf das Leichenfeld.

(c) eric prieditis
„Ich krieg die Motten!“ entfuhr es mir dann beim Betreten des Ackers und ich hatte sogleich einen Ohrwurm: “Hallo! Hier spricht Edgar Wallace“
Und dann hab ich mir vorgestellt, wie das hier früher ausgesehen haben muss, als die ganze Echtheit nur in grau war, wie man das aus den Filmen von früher kennt. Nämlich so:

(c) eric prieditis
So sah das früher aus, als Edgar Wallace noch lebte, aber diesen Friedhof gar nicht kannte.

Also, das war damals nämlich so gewesen:

Man brauchte dringend einen neuen Friedhof. Am besten draußen vor der Stadt, damit das nicht mehr so stinken tut, in der Stadt. Das war nämlich unbeschreiblich gewesen.
Alle Gräber überbucht und man hat die Leichen auf den Straßen und in den Höfen gestapelt.
Immerhin, nach Konfessionen getrennt: Katholiken und Heiden.

Und man hat darum auch in Düsseldorf die „High Heels“ erfunden. Die hießen da aber noch anders. Man konnte nämlich kein Englisch. Vielleicht noch ein wenig Französisch, aber das durfte man nicht sprechen, wegen der damaligen jüngeren Vergangenheit.
Weil also so viele Leichen überall herumlagen und langsam matschig wurden, haben die Frauen Schuhe mit hohen Absätzen getragen, damit die sich ihre ungewaschenen Füße nicht mit Leichenteilen besudelten.
Und dann hat man sich im Nachbardorf ein Grundstück unter den Nagel gerissen und die Leichen verbuddelt.
Erst war das hier ein einfacher Platz und dann hat man einen Gärtner beauftragt, ein paar Blümchen zu pflanzen.

(c) eric prieditis
Dort liegt der Gärtner.

(c) eric prieditis
Und dann haben die angefangen, Kathedralen der Neogotik und -romanik aufzustellen. Und man hat oft Symbole der Antike benutzt! So wie die Motten oder ausgehende Fackeln.

(c) eric prieditis
Also, auf dem nördlichen Teil, der für die Heiden war. Der südliche Teil, durch eine vierspurige Schnellstraße vom nördlichen Teil getrennt, war für die vom rechten Glauben. Aber dort habe ich auch Motten und so gesehen. Vielleicht ein Versehen, ist auch egal.

(c) eric prieditis

(c) eric prieditis

(c) eric prieditis

(c) eric prieditis

(c) eric prieditis
Und Eisengitter hat man um die Gräber aufgebaut, als wenn es kein Morgen gäbe! Es war so schön gewesen, daß man dort eben gerne tot überm Zaun hängen wollte. Nicht so, wie in, sagen wir mal, Köln-Chorweiler oder so. Obwohl dort die Chancen ungleich größer sind.

(c) eric prieditis
Hier hab ich mal ein Eisengitter nachgestellt. Gut, das ich zufällig das Rad mithatte...

Weil das hier alles so schön war, haben sich auch gleich eine Menge Leute, die es sich leisten konnten, Grundstücke gekauft, für sich und ihre Erben.

(c) eric prieditis
In Düsseldorf ist das ja bis heute nicht verkehrt, so ein Stück Blut, äh, Grund und Boden sein Eigentum zu nennen. Oft waren die auch ganz berühmt, also, damals. Heute kennt die keine Sau mehr. Aber an manchen Gräbern liegen nach wie vor Gestecke, Kränze und Öllichter. Entweder sind die von der buckligen Verwandtschaft, oder von Unternehmen, deren Gründer hier ruhen. Eine nette Geste, wie ich finde.

(c) eric prieditis
Für Helene Deus hat keiner einen Kranz niedergelegt.
War wohl noch zu jung...

Naja, und dann wurde die Stadt größer und man hat den Gottesacker geschlossen und hier und dort gebaut. Dann kam der Weltkrieg II und die Bomben haben den Gottesacker umgepflügt. Darum sieht er heute etwas verwahrlost aus.

(c) eric prieditis
Damit es nicht ganz so doll arg ausschaut, wie bei Hempels unterm Sofa, gibt es einen Verein, der mit seinen bescheidenen Mitteln die noch verbliebenen Grabsteine versucht, zu erhalten. Manchmal hat man Geld übrig und macht ein bisken was neu.

(c) eric prieditis
Auf die eigene Verwandtschaft...naja, die wohnt halt oft weiter weg, in Mettmann oder so und da ist das schon ein beschwerlicher Weg. Die meisten kennen ihre heutigen Erben auch gar nicht mehr persönlich. Kannste nix machen.

Aber die Stimmung ist grandios! Vor allem, im November, glaub ich!
Einfach mal morgens vorm Berufsverkehr auf den Friedhof, und warten.
Vielleicht öffnet sich dann ja so ein Deckel...

(c) eric prieditis
Hier liegt wohl einer von den von Ribecks, mit Birnbaum und so...

Beim überschreiten der Grünfläche musste man übrigens etwas aufpassen, weil nämlich, so nehme ich an, Tiere auch eine Heidenangst auf diesem Gottesacker haben und dann unter Stress geraten und einfach so abkoten, weil sie es nicht mehr einhalten können.
Während ich übrigens die Fotos machte und das Fahrrad hier und dort anlehnte, weil, es hat ja gar keinen Ständer, tat ein fremder Mann mit mir schimpfen, daß es ja wohl eine Art Störung der Totenruhe sei. Dabei geriet sein ihn begleitender Hund unter Stress. Hat der fremde Mann dann auch liegenlassen, den kolossalen Haufen. Vonwegen der Totenruhe, nehme ich an.
(c) eric prieditis

Naja, dann wurde es aber langsam duster und ich wollte noch vor dem Erscheinen der Abendmutter wieder daheim sein.

(c) eric prieditis
und dann hab ich

(c) eric prieditis
gas gegeben.

(c) eric prieditis
über weitere versiegelte Flächen

(c) eric prieditis
zurück vom "L'Enfer du Nord"

mit einem Peter- Thomas- Ohrwurm, wegen Edgar Wallace...
Halt! gar nicht wahr! War dieser Ohrwurm gewesen.



Montag, 11. Februar 2013
(c) eric prieditis

Fein, nun haben wir also die Grippe überstanden.
So ein Fiebertagträumen über mehrere Tage hinweg kann auch für einen, der sich manchmal mit Farben beschäftigt, eine Herausforderung an den Verstand sein.

Da galt es zunächst einmal, nicht nur die Bettwäsche, den Salon, überhaupt die ganze Mansarde, zu lüften.
Und persönlich auch an die Luft, das wäre eine ganz famose Idee, dachte ich dabei so zu mir selbst.
Es gibt ja nur noch eine Sache, die schlimmer als eine fette, psychedelische Grippe ist:
Die Rekonvaleszenz!
Zu energiegeladen, um auf der Recamiere zu fleezen. Andererseits zu kurzatmig, um sich gebückt die Schuhe zu schnüren.
Dennoch, wenn auch „sportliche“ Betätigung nicht in Frage kam, so durfte es doch durchaus körperliche Bewegung sein. Vielleicht ein ausgedehnter Spaziergang durch den weitläufigen Hauspark? Ins Karnevaltreiben gar? Och nö, lieber noch nicht. Vielleicht das Rad? Au fein, das wäre es doch.
Aber nicht das Rumpelrad.
Gemütliches Anrollen zur Feier des heutigen Wetters. Denn während der Rest der Republik von sibirischen Temperaturen fest umklammert wird, ist das nördliche Rheinland mal wieder Vorreiter in Sachen Höchsttemperatur. 0° C zeigte das Quecksilbersäulchen des vormaligen Fieberthermometers an. Quasi mediterran, also.

Der Eisenhaufen sollte es werden, und weil der 79-jährige (das Rad, nicht ich) keinen Kettenschutz vorweisen kann und mir das Gefummel mit der Hosenklammer noch zu anstrengend war, zog ich kurzerhand das sportliche Beinkleid an: Die Knickerbocker.
Dazu dann noch die bequemen Rahmengenähten, wg. o.g. Gründe im Sitzen geschnürt, Strickhandschuhe, Schal, Marinemantel, Schokozigaretten und los.

(c) eric prieditis

Aber ganz (!) gemütlich...
Erstmal an den Rhein, denn 2% Steigung traute ich mir schon zu, so rein körperlich.
Im leichten Schlingerkurs, rechts und links an den Spaziergängern, die auch nach dem Ertönen der Radglocke ihre vorher festgelegten Bahnen nicht verließen, vorbei Richtung niederländische Grenze, Nordsee, England, einmal um den Erdball und wieder zurück.
Das waren wohl noch Nachwirkungen des Fiebers.
Schwupp-di-wupp erspähte ich eine kleine Lücke im Zaun, der die andere Straßenseite mit den ausladenden Einfamilienanwesen zierte.
Nicht lange gefackelt und ich verschwand in jener Lücke und ließ die Menschenmassen am Rhein hinter mir.
Da war ich nun inmitten einer künstlich angelegten Parklandschaft, deren Wege mit feinstem roten Tennisboden belegt waren.
So ein Glück! Denn ich hatte glatte Sohlen.
Ein wenig hier geguckt. Dort gestaunt. Vereinzelte Skulpturen bewundert. Schön, schön. Weiter.
Naja, nicht ganz. Eine in Stein gemeißelte Barbusige und gar Barfußige zugleich, zudem noch mit blankem Poppes auf kaltem Stein Sitzende - und das bei dieser Temperatur! - erweckte meine Aufmerksamkeit. Bestimmt ein Mahnmal für die unbekannte Blasenentzündete.

(c) eric prieditis
Die unbekannte Blasenentzündete
Das Rad ist übrigens drei Jahre älter als die Plastik - fährt aber viel besser.

War dann aber doch alles ganz anders gemeint gewesen. Kann ich doch nicht für, daß mir der Rezeptionsschlüssel nicht mitgegeben wurde und ich mir das alles dann mühsam durch lesen aneignen musste.
Also ehrlich! Ich meine, da findet man doch nun in jedem noch so kleinen Museum so ein Hörgerät mit HBs- oder Reclams Erläuterungen für zum Mitnehmen und rein hören. Aber hier, im Nordpark, so hieß die Wiese, da gab´s das nicht.
Man hätte ja wenigstens so kleine QR-Codes an einzelne Stellen beppen können, hätte man doch wohl...also sowas.
Stattdessen bleibt wieder alles an mir hängen, hier Aufklärung zu betreiben.
Mach ich aber nur ganz kurz, vielleicht.

Also, das war nämlich so gewesen:
Früher, ne. Ich meine jetzt so RICHTIG früher, als Fotos und Kinofilme noch alle schwarz/weiß waren (eigentlich waren sie grau, aber man sagt das nun mal so, da kann ich ja nix für), und somit auch quasi logisch die ganze Echtheit, also, das Leben generell schwarz/weiß war und die Leute draußen auf der Straße und unter denen vor allem der Kleine Mann, sich gar keine Farben leisten konnten und erst recht nicht für zum gucken!
Das Früher meine ich.

(c) eric prieditis
So sah das aus, wenn die Menschen früher aus dem Fenster geguckt haben - total irre!

Da war das hier alles Kraut und Rüben gewesen, mit umgekippten Teichen, Müllhalden, wilde Wohnsiedlungen, täte man heute Slum für sagen.
So, das war nicht schön.

Fand man um 1928 herum auch in Düsseldorf nicht so schön und man hat dann angefangen, zu planen.

Und dann war das so´n bisken wie mit den Autobahnen.
Da hat die SA dann bei Hausdurchsuchungen fertige Pläne in den Schubladen gefunden und einfach, mir nix dir nix, die Unterschrift vom Planer ausradiert und den Führerstempel :"Meins!" draufgestempelt.
Ich hör jetzt schon wieder die Alten Kameraden, und ein paar Neue sicher auch, die anfangen zu faseln „war ja nicht alles Schlecht, beim Führer, die Autobahnen und so“
Doch! War alles schlecht!
„Und Verbrechen gabs keine, man konnte nachts die Haustür offen stehen lassen“
Ja klar, natürlich! Die Verbrecher waren ja auch alle im KZ! Aufm Wachturm!

So.
Zurück zum Park.
Da wollte dann der Nazi der ganzen weiten Welt mal zeigen, was man in Deutschland kann.
So eine ordentliche, aufmarschfähige Parklandschaft im Stil der Zeit, mit ordentlich Kunst.
Der Breker war zu beschäftigt, durften also auch mal andere ran. Konnten aber nicht so, wie der Nazi wollte.
Und dann durften die meisten Sachen gar nicht gezeigt werden. Und es hagelte Berufsverbote.
Das war dann quasi die Keimzelle des rheinischen Widerstandes im Dritten Reich.

Und darum steht der Park heute noch den Menschen offen. Aber erklärt krisse nix. Kannste nix machen.

Dann bin ich gemütlich weiterpedaliert, völlig unbekümmert, denn von den ganzen historischen Zusammenhängen hatte ich noch überhaupt keine Ahnung.

(c) eric prieditis
Der Weg führte über alte Gleisbette

(c) eric prieditis
über andere versiegelte Flächen, kreuz und quer durch die Stadt.

(c) eric prieditis
über Radwege, denen nicht erst der letzte Frost zugesetzt hatte (ich sage nur: Widerstand!)

Und dann, in einer scheinbar gänzlich anderen Klimazone, fand ich mich bei den drei Nornen ein.
Wie bei der Eiskönigin, sag ich ihnen, hab ich mich gefühlt!
Zum Glück hatte ich ja Rahmengenähte umgeschnürt, da konnte nichts passieren!
Und wenn, dann wäre ich wenigstens mit Stil im Eis geblieben.

(c) eric prieditis
Die ominösen Rahmengenähten, also einer davon

Kennen sie die drei Nornen? Nein? Seufz.
Also gut, dann aufgemerkt:
Die drei Nornen, das sind Frauen, vergleichbar mit der Weihnachtsgeschichte. Also, der von Dickens, nicht die vom Heiland!
Sprich, da gibt’s dann weibliche Pendants zum Geist der vergangenen Weihnacht, der jetzigen Weihnacht und der, genau, zukünftigen Weihnacht. Nur eben alles ohne Weihnachten. Ich glaube, soweit dürfte das geklärt sein.
Die drei Nornen wohnen am Fuß der Weltesche (ein Baum) und stricken, wie Omma Missoni, was das Zeug hält Bademo..quatsch, an der Weltgeschichte. Die Nornen stricken also an der Weltgeschichte.
Und da war ich nun.
Im Zentrum des Geschehens, bei den Nornen. Und, JUNGE, die Nornen waren mächtig groß!
Nur die Esche war weg.
Vielleicht war der Stamm morsch gewesen, oder die Wurzeln lagen zu nah an Gasleitungen oder man hielt sie für eine von Motten befallene Kastanie und man hat sie umgehauen, ich weiß es nicht. Jedenfalls war die Esche weg.

(c) eric prieditis
Die Nornen

Ich bin aus Vorsicht, ich hatte ja gerade erst die Grippe überstanden, nicht näher ran. Obwohl mich doch interessiert hätte, wo die Nornen meine persönliche Akte mit meiner mir zugedachten Lebenslaufzeit verwalten. Aber war eh Wochenende und da sind die vom öffentlichen Dienst alle gleich, die tun sich da nix, sagt man hier so... standen auch ganz schön passiv dort rum, möchte ich mal sagen.

(c) eric prieditis
Luft ist noch genügend vorhanden

Naja, bin ich eben wieder heim gefahren. Wurde auch langsam kühl an den Fußspitzen.
Zuhause hab ich mir dann ein Abendessen zubereitet. Was Leichtes, wegen der Grippe, falls ich das noch nicht erwähnt haben sollte. Ich wollte den Körper nicht so belasten. Darum gab es nur dreierlei Wurst, zum Grünkohl.

Achso, eine Sache noch.
Leider ist mir das Glas meiner Eis-Watch kaputt gegangen. Aber irgendwas ist ja immer...

(c) eric prieditis

Musikalische Untermalung mit Django unchained Reinhardt



Sonntag, 11. November 2012
Reichlich retardiert, aber immerhin durch Zensur und Unruhen bedingt, können Sie nun wieder einen Blick in meine investigativen Reiseberichte tun.

URLAUBSVERTRETUNG

Mit viel Mühe und Fleiß hat Frau Bona wieder alles fein abgetippt. Vielen Dank.



Montag, 6. August 2012
(c) eric prieditis

Während ich hier noch gepflegt einem neuen Ohrwurm in einer anständigen Sprache lausche
(soviel vorweg: es geht um eine unglückliche Liebe zu einer Frau...ich glaube, ihr Name lautet - aber sicher bin ich mir nicht - Simone. Ich war das olle "Ramona" von den Blue Diamonds auch langsam leid...),
während ich also den Ohrwurm pflege, trifft wohl so peu a peu die von mir verfasste Kunstpost ein.
Und das verlinkte Video ist einfach nur schön...so. Da brauchen Sie gar keine Angst zu haben ;o)

Schauen Sie, geneigter Betrachter, doch mal bei frau bona, der geschätzten URLAUBSVERTRETUNG rein...



Samstag, 28. Juli 2012
¶ Urlaub
(c) eric prieditis
Ach, ich bin des Treibens müde...

Na gut, dann muss ich wohl mal RAUS!

Einer schönen Tradition folgend, gibt es eventuelle Neuigkeiten bei der hoch verehrlichen
URLAUBSVERTRETUNG,
frau bona fide! Applaus!